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4. Juli 2017

die opti­ma­le content­län­ge.

dar­auf soll­ten sie ach­ten.

Redak­teu­rin und Con­tent-Spe­zia­lis­tin Wieb­ke steht uns Rede und Ant­wort, wor­auf es bei der opti­ma­len Text­län­ge für Web­sites wirk­lich ankommt: Kurz oder lang? Desk­top oder Han­dy? Gutes Ran­king oder Nut­zer­freund­lich­keit?

 

Wor­auf ach­tet ihr bei der Erstel­lung von Tex­ten?

Wieb­ke: Einer­seits wol­len wir, dass die Tex­te von Nut­zern gele­sen wer­den. Ande­rer­seits ist es unser Ziel, Such­ma­schi­nen wie Goog­le mit aus­rei­chend Fut­ter zu ver­sor­gen. Aber auch hier gilt es zu beach­ten, dass der Wert eines Tex­tes für die Such­ma­schi­ne nicht nur von der Län­ge und den dar­in ent­hal­te­nen Key­words abhängt, son­dern auch aus­schlag­ge­bend vom Nut­zer­ver­hal­ten. Es gilt also ver­schie­de­ne Fak­to­ren bei der opti­ma­len Län­ge von Tex­ten zu berück­sich­ti­gen.

Wovon ist die opti­ma­le Content­län­ge denn abhän­gig?

Wieb­ke: Eine Kis­s­metrics Stu­die hat her­aus­ge­fun­den, dass der Erfolg eines Online-Tex­tes haupt­säch­lich von einer Sache abhängt: Dem genutz­ten End­ge­rät. Desk­top-User sind eher geneigt, aus­führ­li­che Tex­te zule­sen. Mobi­le Nut­zer hin­ge­gen bevor­zu­gen kur­ze, über­sicht­li­che Tex­te.

Was bedeu­tet in die­sem Fall denn “kurz” und “lang”?

Wieb­ke: Ganz genau kann man das nicht sagen. Aber kur­ze Tex­te haben maxi­mal bis zu 542 Wör­ter. Von lan­gen Tex­ten spre­chen wir bei einem Umfang von ca. 1750 Wör­tern. Stu­di­en bele­gen, dass die Ver­weil­dau­er von Desk­top-Nut­zern bei Sei­ten mit 1055 bis 1750 Wör­tern am höchs­ten ist. Kür­ze­ren Tex­ten misst ein Desk­top-User schein­bar nicht genü­gend Auto­ri­tät zu. Ganz anders sieht das bei Smart­pho­ne-Nut­zern aus: Mehr als 75 Pro­zent der User lesen eher kur­ze Tex­te mit durch­schnitt­lich 542 Wör­tern bis zum Schluss. Auch die Ver­weil­dau­er ist bei einer sol­chen Län­ge höher.

Was ist der Vor­teil von lan­gen Tex­ten?

Wieb­ke: Mit lan­gen, gut recher­chier­ten Tex­ten kön­nen wir ein The­ma umfas­send beleuch­ten und vie­le Infor­ma­tio­nen lie­fern. Häu­fig ste­chen die­se Inhal­te dann aus der Mas­se digi­ta­ler Inhal­te her­aus und genie­ßen so ein gewis­ses Allein­stel­lungs­merk­mal. Im Opti­mal­fall wer­den sie als Exper­ten-Con­tent bewer­tet und häu­fig von ande­ren Sei­ten als Refe­renz ver­linkt. Auch die Ver­wen­dung von Key­words in Form von Long­tails und Phra­sen ist in lan­gen Tex­ten leich­ter, wodurch Goog­le den Text für die opti­ma­le Ant­wort auf spe­zi­fisch gestell­te Fra­gen hält. Das setzt aber natür­lich immer vor­aus, dass es sich bei lan­gen Tex­ten auch um qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Tex­te han­delt. Kei­ner hat etwas von lee­ren Phra­sen und auf­ge­bläh­ten Inhal­ten – weder die Such­ma­schi­ne, noch der Nut­zer.

Und war­um soll­te man im Gegen­zug auf kur­ze Tex­te set­zen?

Wieb­ke: Weil Nut­zer heut­zu­ta­ge, in Zei­ten der unbe­grenz­ten Mobi­li­tät und Schnell­le­big­keit, häu­fig gar nicht die Zeit und Muße haben, sich inten­siv mit der Infor­ma­ti­ons­viel­falt aus­ein­an­der­zu­set­zen und einen Web­text von Anfang bis zum Schluss durch­zu­le­sen. Hin­zu­kommt, dass das Lesen im Web anstren­gend und auf einem klei­nen Smart­pho­ne-Bild­schirm unkom­for­ta­bel ist. Und da wir immer wie­der fest­stel­len, dass ein Groß­teil der Web­sites unse­rer Kun­den von Mobil­ge­rä­ten auf­ge­ru­fen wird, gilt es sich die­ser Ent­wick­lung anzu­pas­sen und eher mit kür­ze­ren Tex­ten zu arbei­ten.

Aber haben kur­ze Tex­te über­haupt gute Ran­king-Chan­cen?

Wieb­ke: Ja, wenn sie eine ent­spre­chend gute User-Expe­ri­ence bie­ten. Das bedeu­tet, dass sie gele­sen wer­den und Inter­ak­tio­nen pro­vo­zie­ren müs­sen – so ver­zeich­nen Such­ma­schi­nen auto­ma­tisch eine lan­ge Ver­weil­dau­er, umfang­rei­che Scroll-Tie­fe und gerin­ge Abbruch­ra­te.

Also ist es über “kurz oder lang” eine Fra­ge der Nut­zer­freund­lich­keit?

Wieb­ke: So könn­te man das sagen. Am Ende sind Inter­net­sei­ten nicht nur auf die gute Bewer­tung von Goog­le, son­dern auf das posi­ti­ve Feed­back der Kun­den ange­wie­sen – denn die wol­len wir letzt­end­lich damit ja errei­chen! Des­halb gilt es die “opti­ma­le Content­län­ge” an das Nut­zer­ver­hal­ten und die Bedürf­nis­se der Ziel­grup­pe unse­rer Kun­den anzu­pas­sen. Vie­le Web­site-Tem­pla­tes ermög­li­chen es uns zum Bei­spiel, mit einer “Weiterlesen”-Funktion zu arbei­ten. So kön­nen wir zum einen mit kna­cki­gen Ein­lei­tungs­tex­ten die Lieb­ha­ber kur­zer Inhal­te abho­len und zum ande­ren mit wei­ter unten auf der Sei­te fort­ge­setz­ten, aus­führ­li­chen Inhal­ten auch jene zufrie­den­stel­len, die tief­grün­di­ger in ein The­ma ein­stei­gen wol­len. Zudem kann – und soll­te – man heut­zu­ta­ge auch viel mit SEO-opti­mier­tem Bild- und Video­ma­te­ri­al arbei­ten und so abwechs­lungs­rei­chen Con­tent schaf­fen. Trotz allem darf man natür­lich die SEO-Basics nicht aus den Augen ver­lie­ren. Denn um die Nut­zer zu errei­chen, braucht es erst­mal die ent­spre­chen­de Plat­zie­rung bei Goog­le… Und damit schließt sich der Con­tent Mar­ke­ting-Teu­fels­kreis 😉

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